Der Spaziergang

Ich spaziere über die Wogen der Welt,
durch die Gärten und bunten Gassen,
schöne Mädchen tanzen, Topfpflanzen fallen,
Gesang der Vögeln, Frühlich, plötzlich blechern.

Ich durchlafe dunkle Wälder, helle Steppen
steinernd karg. Soldanten auf Plakaten,
an den Seiten nun Särge, Flugzeuge,
über'm Haupte schnelle Wolken.

Winde von nebenan und vom anderen Ende der Welt
landen in meiner Augennässe. Trockene Lippen,
die Zunge gezügelt durch Sandgeschmack.
Durst nach Öl, am Fluch der Schönheit angekettet.

Wohin ich trete, aufgeworfene Erdhügel:
So viele vergrabene Talente, unbeantwortete Berufungen.
Nutzlose Knechte, Geist und Fleisch ungleich gejocht.

Das Leben ist nicht immer lustig.
Wir sind nicht hier, um Urlaub zu machen.
Das hier ist kein Spaziergang.

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